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Siebter Reisetag: Nochmal Wale

An unserem letzten Tag in Valdés setzen wir uns nochmal ins Boot. Wir fahren mit derselben Crew. (Mireille behauptet, weil mir die hübsche holländische Boots-Begleiterin so gut gefallen hat. So ein Quatsch.) Die Erlebnisse sind wieder sehr beeindruckend und berührend. Zunächst treffen wir auf Mutter und Kind und wohnen einer Lektion bei, wie man abtaucht. Dazu hält man seinen Walkörper nahezu senkrecht und lässt die Flosse elegant aus dem Wasser hängen. Zur Übung kann man in dieser Position minutenlang verharren. Die Walmutter (ich weiss, man sagt Walkuh, aber für mich ist das keine Kuh) kann das auch perfekt, während das Kleine sich abmüht, sie zu imitieren, aber eher schlecht als recht hin- und herschwankt. Hier ein Foto dieser Bemühungen. Wie man sieht, ist das Wasser um die grosse Flosse herum ganz ruhig, während die kleine Flosse einige Turbulenzen erzeugt:


Vermutlich um die Zeit totzuschlagen, übt sich die Mutter in verschiedenen Positionen der Flosse:


Nach dem Ende der Lektion gibt's eine Runde kuscheln. Dazu lässt sich die Mutter mit dem Bauch nach oben treiben, während das Kleine sich (von links) nähert...


... und sich dann über sie drüberwälzt in einem Durcheinander von Leibern, Flossen und Wasser:



Es ist unglaublich, solche Begegnungen erleben zu dürfen. Man sieht diese riesigen Tiere sich leise plätschernd bewegen und vergisst alles andere.

Wenig später trennen wir uns von Mutter und Kind und nähern uns einem anderen Wal, der uns mit dem nächsten Spektakel beglückt: er springt. Von wegen leise plätschern - da donnern viele Tonnen Tier aus dem Wasser und wieder zurück. Die bereits erwähnte, sehr kompetente holländische Walexpertin erzählt uns, dass die Wale springen, um zu kommunizieren. Das gewaltige PLATSCH hört man über Hunderte von Kilometern, wenn man Walohren hat. Ich dachte bislang, dass Wale singen, um zu kommunizieren. Das tun sie anscheinend auch, sogar beides gleichzeitig. Ganz schön komisch, finde ich. Zur Kommunikation platschen sie mit einem grossen Rumms auf das Wasser und singen dabei, vielleicht platschen und singen sie ungefähr das folgende: "He Leute, es ist schon der 27. November, und die Babies sind jetzt gross genug, obwohl sie ihre Flosse nicht nicht still über Wasser halten können, also lasst uns ähnlich nach Süden ziehen und KRILL FRESSEN, ICH HABE HUNGER!". Sympathisch, oder? Das menschliche Analogon wäre wahrscheinlich "Hit the road, Jack!", mit einem auf das Piano hauenden Ray Charles. Was wiederum wohl die Wale ganz schön komisch finden würden.

Aber genug gefaselt, hier die spektakulären Fotos des springenden Wals:

Nach diesen Begegnungen fahren wir erschöpft, aber glücklich nach Puerto Madryn zurück, geben das Auto ab, schauen uns noch ein Museum an, steigen in den Bus und kommen am nächsten Vormittag nach 17 Stunden wohlbehalten wieder in Buenos Aires an.

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Renzo (Gast) - 2. Dez, 01:02
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